Einweihung des Apfelsortengartens am Sonntag, dem 12.05.2019

14. Mai 2019 0 By Hilmar Koch

Die Einweihung des Massenheimer Sortengartens am vergangenen Sonntagvormittag war ein großer Erfolg. Bei zwar niedrigen Temperaturen, aber mit viel Sonnenschein trafen sich bis zu 50 Interessenten. Das neu angelegte Baumstück war mit Tischen und Bänken bestückt und es gab Apfelsaft und gestifteten Äppelwoi von Mario Tadic aus der Gaststätte zur Krone, neben Brezeln und Spundekäse hatten die Vereinsmitglieder auch noch Kuchen gebacken. Die richtige Gelegenheit am Muttertag einen Spaziergang ins Feld zu wagen. Viele informative Gespräche wurden über Bäume im Allgemeinen, Apfelsorten im Besonderen und die Schönheit unserer Natur geführt. In wenigen Wochen kommt auch bestimmt der von Landwirt Edwin Kahl eingesäte Wildblumensamen zur Geltung. Dann gewinnt die Streuobstwiese noch mehr an Farb- und Insektenvielfalt.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand des Streuobstwiesenvereins Herrn Michael Schröder und Frau Dr. Estelle Neb, stellte sich die Frankfurter Apfelweinkönigin Larissa I. vor. Sie kommt aus dem Nachbarort Delkenheim und hatte für ihr Bewerbungsfoto zur Frankfurter Königin vor einem prachtvollen Apfelbaum posiert. „Dieser Apfelbaum steht dort“, sagte sie und deutete 20 Meter weiter zu einer benachbarten Streuobstwiese. Nicht nur hierdurch zeigte sich ihre herzliche Art, sondern auch ihre Fachgespräche mit den beiden Jungwinzern Alexander Mehr und Lennard Friesenhahn. Man/Frau ist halt bekannt im Ländchen.

Herr Bürgermeister Westedt lobte die Initiative des noch recht jungen Vereins und hoffte auf weitere Baumpflanzungen. Diese neuen Streuobstwiese in der exponierten Lage mit dem Blick über das Wickerbachtal ist schon etwas Besonderes und sollte nicht nur gepflegt, sondern weiter ausgebaut werden. Auch unser Ortvorsteher Herr Ingo Riede freute sich über die Einweihung, er hatte den Verein bereits im Vorfeld durch eine Baumpatenschaft unterstützt. Für einen Betrag von 60€ hat er 3 Jahre lang die Patenschaft eines frisch gepflanzten Apfelbäumchens übernommen und bekommt dafür jedes Jahr 5 Liter Apfelsaft und 1 Liter Most bei dem Vereinskelterfest. Bei einem Spaziergang kann man dann immer „sein Bäumchen“ betrachten, eine Namenstafel am Baum erleichtert die Zuordnung. Herr Bürgermeister Westedt übernahm spontan die Patenschaft für den „Bitterfelder“ Apfelbaum, einem erstklassigen Kelterapfel.

Es konnten einige neue Mitglieder und Baumpaten gewonnen werden, die auch Interesse an der Vielfalt in unserer Natur haben. In aufgelockerter Atmosphäre begingen die Mitglieder und Baumpaten des Massenheimer Stöffsche und die vielen Besucher den Vormittag im Feld.

Text und Bilder Hilmar Koch